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DIE SPENDER

28.11.2011
Willy Astor bei der Gitarrenversteigerung

SZ vom 28.11.11

Gutes mit Gitarren tun

Damit hatte selbst Willy Astor wohl nicht gerechnet: 22.645 Euro kamen bei der Versteigerung seiner Gitarren im Lustspielhaus zugunsten des Adventskalenders der SZ zusammen. Unter den Saiteninstrumenten befanden sich einige ganz besondere Raritäten – wie zum Beispiel eine Gibson SJ 45 Deluxe Limited 1995, die die Blueslegende B. B. King handsigniert hat, oder auch die Ovation Adamas Millenium, von der es nur 75 Exemplare insgesamt auf der ganzen Welt gibt.



Sie wurde übrigens von Karl Ulrich ersteigert, dem Geschäftsführer des Süddeutschen Verlages und ersten Vorsitzender des SZ-Adventskalenders.
Gehofft hatte Musiker und Kabarettist Willy Astor nach eigenem Bekunden auf eine „halbwegs anständige Summe von 5000 Euro“. Dass die etwa 80 Musikbegeisterten, die am Sonntagvormittag zur Auktion ins Lustspielhaus gekommen waren, insgesamt eine Summe von 22.645 Euro für den guten Zweck auf den Tisch legten, schien den Künstler sichtlich zu rühren. Das Geld soll nun laut Claudia Strasser, Geschäftsführerin des SZ-Adventskalenders, bedürftigen Kindern den Zugang zur Musik ermöglichen – entweder über Unterricht oder auch durch den Kauf eines eigenen Instrumentes. Dafür hatte Willy Astor 18 Gitarren seiner Sammlung mitgebracht – und Anderl Lechner, Schauspieler und Betreiber der Aurora-Bar, als Auktionator gewonnen. Jener hatte bereits früher schon einmal als Versteigerer am Viktualienmarkt gearbeitet – und dementsprechend trieb er auch die Mindestgebote in professioneller Manier nach oben. Die Ovation Adamas Millenium landete als teuerste Gitarre des Vormittags für 3000 Euro unter dem Hammer, eine sehr seltene schwarze Fender CS Thinline für 2600 Euro oder auch die Gibson SJ 45 Deluxe Limited 1995 für 2500 Euro. Zusätzlich zu den Gitarren stellte Astor noch andere Instrumente zur Verfügung, etwa ein Hohner Akkordeon aus den 1940er Jahren und auch ein Roland Keyboard, auf dem er seinen ersten Song „Dancing in Obermenzing“ komponiert hatte.

(SZ vom 28.11.11)